Gebert Rüf Stiftung
St. Alban-Vorstadt 5
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Innosuisse – Schweizerische
Agentur für Innovationsförderung

Einsteinstrasse 2
CHF - 3003 Bern

NEWSLETTER
 

BRIDGE
Wildhainweg 3
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swissuniversities

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AUSGANGSLAGE

 

Die Forschungs- und Innovationsförderung in der Schweiz unterstützt wissenschaftliche Projekte von den Grundlagen bis zum Markteintritt. Der Schweizerische Nationalfonds, Bridge, Innosuisse und die komplementären Förderangebote privater Stiftungen bilden zusammen ein abgestuftes Finanzierungssystem, dem es immer besser gelingt, aus innovativen Forschungsideen Produkte und Dienstleistungen hervorzubringen, die sich erfolgreich am Markt durchsetzen.

 

Die Transferdynamik ist in den Natur- und Technikwissenschaften besonders hoch. Forschende aus den Life Sciences, der Robotik und ähnlich anwendungsorientierten Disziplinen können den evaluierenden Förderagenturen den erwartbaren Nutzen ihrer Projekte schlüssig aufzeigen. Technologische Innovationen finden so rasch den Weg von der Hochschule in die Wirtschaft.

 

Anders verhält es sich mit sozialen Innovationen. Sie sind in der Regel im Non-profit-Bereich angesiedelt und dadurch weniger marktgängig. Entsprechend anspruchsvoller ist es für die Antragstellenden, den Mehrwert ihrer Arbeiten für eine Umsetzung in der Praxis darzulegen. Die öffentlichen Förderinstitutionen wie Bridge und Innosuisse haben grundsätzlich Interesse, Vorhaben mit einem vornehmlich gesellschaftlichen Innovationscharakter zu unterstützen. Doch soziale Innovationen sind als Förderthema noch zu wenig bekannt und verankert. Dadurch bleibt das Potential für solche Transferprojekte weitgehend unausgeschöpft.

 

Mit dem Förderprogramm «BREF – Brückenschläge mit Erfolg» (2011-2017) unterstützte die Gebert Rüf Stiftung eine Reihe sozial innovativer Projekte aus den «weichen» Fachhochschuldisziplinen. Gemeinsam ist diesen grösstenteils abgeschlossenen Projekten ein unternehmerischer Ansatz und die Bereitschaft, fächerübergreifende und gesellschaftlich breit abgestützte Lösungen beizusteuern. Sie beschreiten neue Wege in der Kooperation mit der Praxis sowie in der konkreten Anwendung von Forschungswissen, welche in unterschiedlichsten Lebensbereichen für die Gesellschaft einen Mehrwert schafft. 

 

ZIELSETZUNG

Unter welchen Voraussetzungen qualifizieren sich sozial innovative Projekte für die Förderprogramme von Bridge und Innosuisse? Wie können sich die beiden Förderagenturen organisieren, um solche Projektgesuche angemessen zu bewerten? Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der bisherigen Fördererfahrung für die künftige Förderpraxis ziehen? Welche Erwartungen haben die Praxispartner an die Forschung und an die Förderung?

 

Diese Fragen stehen im Zentrum der gemeinsam von Gebert Rüf Stiftung, Brigde, Innosuisse und swissuniversities organisierten Veranstaltung, die am 11. März 2020 auf dem Campus der HETS in Fribourg stattfindet. Sie bringt Förderagenturen, Forschende und ausgewählte Praxispartner zusammen, um anhand konkreter Modellprojekte die Anforderungen der Praxis, der Forschung und der Förderung auszuloten. Ziel ist es, das Thema «Soziale Innovation» für alle Beteiligten zu operationalisieren. Der Anlass versteht sich nicht als Fachtagung, sondern als förderpolitische Initiative, die zugleich der Information und dem Austausch zwischen Forschenden, Praxispartnern und Förderagenturen dient.

 

Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an Fachhochschulforschende der Bereiche Gesundheit, Soziale Arbeit und Kunst/Design sowie an Kultur- und Sozialwissenschaftler*innen der universitären Forschungsstätten. 

Die offiziellen Veranstaltungssprachen sind Deutsch und Französisch. Die Übersetzung ist gewährleistet.